B10:ulrike conrads

Der Geiger

Das Konzert ist gegeben, der Moment, in dem der Applaus verklingt und die ersten aufstehen. Er steht da, noch versunken, fast erstarrt, hilflos. Sein Musik verklungen, die Rolle gespielt.
Der Oldenburger Künstlerin Ulrike Conrads gelingt es spielerisch, den Betrachter zu fesseln.
Es ist der Blick zurück auf einen Moment, eine Geschichte, der den Betrachter zwingt, sich mit den Möglichkeiten der Wirklichkeit und damit sich selbst zu befassen.
Zuerst waren es vor allem verwitterte Fundstücke, die sie in ihren Objekten verwendete. Seit sechs Jahren gestaltet sie den Prozeß des Alterns selbst. Sie verwendet echte Textilien, die Ulrike Conrads mit einer aushärtenden Imprägnierung in Form bringt, dann mit einer eisenhaltigen Grundierung bestreicht und schließlich im Garten der Witterung aussetzt. „Ästhetik der Vergänglichkeit“ nennt Ulrike Conrads es und sei selbst immer wieder aufs Neue davon fasziniert, welche Wirkung und Nuancen der Rost ihren Arbeiten hinzufügt.


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Der Geiger 

ulrike conrads | Der Geiger, 2018
Rostobjekt
70cm x 150cm x 34cm